Jede Wahl bringt das Ganze deiner Überzeugungen zum Ausdruck und bestimmt, welche Möglichkeit Gestalt annimmt. Indem wir mit offener Aufmerksamkeit wahrnehmen, was wir fühlen, denken und tun, entsteht Raum, anders zu wählen.
Vorwort
Diese Theorie beschreibt die Dynamik des Wählens. Ausgangspunkt ist die Existenz des freien Willens.1 Die Theorie lässt sich an der eigenen Erfahrung untersuchen.
Dieser Text bietet eine knappe Erläuterung. Die praktische Anwendung ist in der Befreiung des Willens ausgearbeitet.2
Die Theorie des bewussten Wählens
Definition des Wählens
Wählen ist das Äußern eines Entschlusses. In jeder Wahl kommt die Zusammensetzung deiner Überzeugungen vollständig zum Ausdruck, auch wenn diese unklar sind oder miteinander in Konflikt stehen.3 Viele Wahlen sind automatische Reaktionen, die nicht als Wahl erkannt werden.4
Wohlüberlegtes Wählen
Eine Wahl ist wirksam, wenn Fühlen, Denken und Tun miteinander in Balance sind.5 Fühlen liefert Information über vorhandene Überzeugungen, Denken kann diese Information deuten, und Tun gibt der Wahl Ausdruck. Vertrauen entsteht in dem Maße, wie diese drei Bereiche einander unterstützen.
Gewahrsein
Indem wir mit offener Aufmerksamkeit wahrnehmen, was wir fühlen, denken und tun, entsteht Einsicht in den wechselseitigen Zusammenhang, und damit in das, was wir wählen. Widerstand ist Reibung in diesem Zusammenhang und weist auf widersprüchliche oder hemmende Überzeugungen hin. Indem wir diese Überzeugungen anerkennen und akzeptieren, entsteht Raum für neue Möglichkeiten.
Wahlfreiheit
Welche Möglichkeiten wir wahrnehmen, ist an sich schon eine Wahl. Alle Möglichkeiten existieren als Potenzial, sind aber nicht immer gleich wahrscheinlich.6 Das Ganze deiner Überzeugungen beeinflusst diese Wahrscheinlichkeit im gegenwärtigen Moment. Das Wählen als Ausdruck dieses Ganzen bestimmt, welche Möglichkeit Gestalt annimmt.
- Siehe Die Philosophie der Unendlichkeit.↩︎
- Die Theorie beruht auf persönlichen Erkenntnissen und gechanneltem Material, darunter das von Elias, Abraham Hicks und Bashar. Die praktische Anwendung weist unter anderem Ähnlichkeiten mit Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT), Achtsamkeit und Focusing auf. Die persönlichen Erkenntnisse gehen auf die Erfahrung zurück, die in der Realisierung eines außergewöhnlichen Selbstbildes beschrieben ist.↩︎
- Überzeugung ist hier mehr als eine bewusste Meinung: alles, was als wahr, wertvoll, wahrscheinlich oder notwendig gilt und so deine Wahrnehmung und deine Wahlen mitgestaltet – auch ohne als Überzeugung erkannt zu werden.↩︎
- Automatisch ist nicht dasselbe wie ungewählt: Der Anlauf entsteht von selbst, aber was geäußert wird – oder heruntergeschluckt –, bleibt eine Wahl. Ausgearbeitet in der Vertiefung: Die Abweichung.↩︎
- Siehe das Diagramm zu Fühlen, Denken und Tun.↩︎
- Wahrscheinlichkeit spiegelt Momentum wider: Wenn Überzeugungen, Aufmerksamkeit und Wahlen wiederholt dieselbe Richtung ausdrücken, gewinnen bestimmte Möglichkeiten an Gewicht, ohne dass das Ergebnis festliegt. Jede Wahl kann dieses Muster in jedem Moment verändern. Siehe auch Die Philosophie der Unendlichkeit: Spontane Selbstorganisation ist ebendieses Zusammenspiel im Maßstab des Ganzen. Ausgearbeitet in der Vertiefung: Die Zeit.↩︎
